Unfall unter Gerinnungshemmer
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Unfall unter Gerinnungshemmer

eingetragen in: Thrombose | 1

Als Betroffener möchte ich immer wieder meine Erfahrungen mit Gerinnungshemmer, auch umgangssprachlich als Blutverdünner bekannt, im Triathlonsport berichten. Seit fast einem Jahr muß ich lebenslang Morgens und Abends den Gerinnungshemmer Eliquis® (jeweils 2,5 mg) einnehmen!

Nun, hatte ich 2 Stunden nach der letzen Einnahme von Eliquis® einen Unfall. Dummerweise bin ich die Treppen der Alsterschwimmhalle

in Hamburg runtergestürzt und beim aufkommen stark umgeknickt. 

Wie nicht anderes zu erwarten war, ist der Fuß in Sekunden angeschwollen (Hämatom, Bluterguss). Ich war extrem verunsichert, und hatte Angst dass die Schwellungen durch den Gerinnungshemmer unkontrollierbar groß wird. Ich habe mich sofort an die PECH Regel erinnert. D.h. Pause (lag ja wie ein Käfer auf dem Boden, das war nicht weiter schwer), Eis, C wie Kompression und H wie Hochlagern (eine Freundin hat das Bein hochgehalten). Vorsichtshalber hatten wir wegen des Gerinnungshemmers einen Krankenwagen gerufen. Das war mir super unangenehm, aber der Krankenhausarzt hat mir später nochmals bestätigt, dass es die richtige Entscheidung war.

Im Krankenhaus wurde die Schwellung weiter mit Eis behandelt, der Fuss geröntgt und die Diagnose Fußbruch und Kapselriss  erstellt.  Was mich aber trotz des Unfalls besonders erfreute und ich deswegen auch den Beitrag schreibe um die Erfahrungen weiterzugeben, ist dass laut Arzt die Schwellung kein bißchen größer geworden ist, als bei jemanden der keine  Gerinnungshemmer einnimmt. Ob es unter den Gerinnungshemmern wie z.B. Macumar®, Xarelto®, …. ähnlich verlaufen wäre, kann ich nicht bewerten. Aber ich bin super positiv überrascht, dass keine stärkere Blutung (Schwellung) unter Eliquis® festzustellen war.

Das gibt mir Hoffnung, dass Blutungen unter Eliquis® gut beherrschbar sind (Hoffentlich!!!)

Übrigens ist die Schwellung des Fußes unterdessen blau angelaufen. Das ist aber nicht dem Gerinnungshemmer geschuldet.

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Eine Antwort

  1. thorsten
    | Antworten

    Ich habe noch einen interessanten Artikel in der Ärzte Zeitung gefunden. Danach mindern die neuen NOAKs in einer niedrigen Dosis das Blutungsrisiko.
    http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/thrombose_embolie/article/912141/abgestufte-noak-therapie-mindert-blutungsrisiko.html

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